27 Millionen Bundesbürger veröffentlichen persönliche Angaben, Texte und Fotos im Internet. Das ergab eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte Umfrage des „Aris“-Instituts für den IT-Branchenverband Bitkom.
Jeder zweite deutsche Internet-Nutzer hat heute ein Online-Profil.
Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf erklärte anlässlich des „Safer Internet Days“ (8.2.), es gebe keine technische Möglichkeit, die eine absolute Datensicherheit biete. Der Branche sei der Schutz der Jugendlichen ein besonderes Anliegen. Es gebe zwar einen „digitalen Radiergummi”, sagte Kempf, aber er biete keinen 100-prozentigen Schutz.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage:
• Jeder Zweite (55 Prozent) hält seine Daten im Netz tendenziell für unsicher.
• 13 Prozent der Internetnutzer verzichten auf die Online-Speicherung persönlicher Daten und Dokumente.
• 47 Prozent, also fast jedem zweiten Internetnutzer, fehlten Informationen, was er selbst für den Datenschutz tun kann.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU): „Das Internet vergisst nichts! Die Bundesregierung wird rote Linien ziehen, die zum Schutz der Privatsphäre auch im Internet nicht überschritten werden dürfen”. Aigner sprach sich dafür aus, ein Verfallsdatum für Dateien wie Fotos oder Videos im Netz einzurichten.

